KI-Anwendungsfälle priorisieren: Von der Idee zur Roadmap
Zu viele KI-Ideen, keine Richtung? So entwickeln Mittelständler ein priorisiertes Use Case Portfolio – strukturiert, praxisnah, umsetzbar.
KI-Anwendungsfälle priorisieren: Von der Idee zur Roadmap
Die Spannung zwischen KI-Enthusiasmus und praktischer Umsetzungsunsicherheit ist real. Dieser Artikel zeigt Ihnen den Weg durch systematische Use-Case-Entwicklung – mit zwei aufeinander abgestimmten Werkzeugen, die vom ersten Überblick bis zur umsetzungsreifen Roadmap führen.
1. Die Herausforderung: Warum gute Ideen nicht genügen
In vielen Organisationen zeigt sich ein bekanntes Bild: Mehrere Tools werden parallel getestet, einzelne Abteilungen starten unkoordinierte Pilotprojekte, und niemand hat einen Überblick über das Gesamtportfolio. Branchenstudien zeigen, dass die Mehrheit aller KI-Projekte nicht den erwarteten Wert liefert. Die Ursache liegt selten in der Technologie – sie liegt in der fehlenden systematischen Bewertung, bevor überhaupt eine Technologieauswahl stattfindet.
Drei typische Fehler bei der Use-Case-Auswahl
- Technologie-first-Denken: Start mit 'Lasst uns GPT-4 nutzen' statt 'Welches Problem müssen wir lösen?' – Lösungen suchen Probleme, schlechte Passung.
- Fehlender Business Case: Verfolgung technisch interessanter Projekte ohne ROI-Klarheit – Budgeterschöpfung, Stakeholder-Skepsis.
- Ignorierte Organisationsreife: Auswahl von Use Cases, die Fähigkeiten erfordern, die fehlen – gescheiterte Implementierung, Change-Widerstand.
Die Kosten unsystematischer Ansätze sind erheblich: verschwendetes Budget für Piloten, die nicht skalieren, frustrierte Mitarbeiter und wachsende KI-Skepsis, Wettbewerbsnachteile gegenüber systematisch agierenden Konkurrenten sowie Compliance-Risiken durch ungeregelten KI-Einsatz.
2. Grundlagen systematischer Use-Case-Arbeit
Ein gut formulierter KI Use Case zeichnet sich durch fünf Merkmale aus: Klarer Geschäftsanker, Datenfundament, definierter Scope, Erfolgskriterien, Stakeholder-Alignment.
- Klarer Geschäftsanker: Spezifisches Problem oder Chancenpotenzial mit messbarem Impact.
- Datenfundament: Identifizierte Datenquellen mit realistischer Qualitätsbewertung.
- Definierter Scope: Begrenzte Funktionalität, die Scope Creep vermeidet.
- Erfolgskriterien: Quantifizierte Metriken, die objektive Bewertung ermöglichen.
- Stakeholder-Alignment: Identifizierte Sponsoren, Nutzer und Betroffene.
3. Der abamix KI Use Case Explorer
Der KI Use Case Explorer ist eine interaktive Web-Applikation mit einer kuratierten Bibliothek von über 120 dokumentierten KI-Anwendungsfällen für KMU-Entscheider. Die Bibliothek ist filterbar nach zwölf Funktionsbereichen: Marketing, Vertrieb, HR, Finanzen, IT, Kundenservice, Produktion, Einkauf, Strategie, Recht, Facility Management und branchenspezifische Anwendungen.
4. Das Use Case Discovery & Elaboration Framework
Das Use Case Discovery & Elaboration Framework ist eine dreiphasige Methodik zur systematischen Identifikation, Bewertung und Ausarbeitung von KI-Anwendungsfällen. Es bildet das methodische Rückgrat des AI Agents Discovery Workshops und verbindet strategische Planung mit operativer Umsetzungsreife.
5. Ergebnisse und Wertrealisierung
- Reduzierte Ressourcenverschwendung: Weniger Investition in Piloten, die nicht skalieren.
- Kürzere Time-to-Pilot: Strukturierte Vorbereitung beschleunigt die Implementierung.
- Höheres Stakeholder-Alignment: Gemeinsame Entscheidungsgrundlage statt Einzelmeinungen.
- Besserer Implementierungserfolg: Validierte Use Cases haben höhere Erfolgswahrscheinlichkeit.
- Audit-Bereitschaft: Dokumentierte Governance von Beginn an.
6. Ihre nächsten Schritte
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Lassen Sie uns gemeinsam Ihre individuellen KI-Potenziale entdecken und umsetzen.